Vor nicht ganz 2 Wochen habe ich meine 8 jährige Beziehung beendet.
Der Schritt war nicht einfach und es ist manches anders gelaufen, als ich dachte. besonders gefühlsmäßig. Wir haben uns lange unterhalten. Und haben uns noch eine Woche Bedenkzeit eingeräumt, um uns ganz sicher zu sein. Nach der einen Woche haben wir wieder geredet. Lange geredet.
Doch sind wir zu dem Entschluss gelangt, das wir uns trennen sollten, weil keiner von uns die Motivation und Ideen hat, die Beziehung dauerhaft zu beleben.
Es fing eine Umstellung an, die ich mir so nicht vorgestellt hatte. Da waren/sind die Gewohnheiten, die unsere Beziehung aus machten. Sie waren noch da, im unterbewußten, das einem bewußt wird. Kleinigkeiten, die man machen wollte. Es aber unterließ, weil man nicht mehr zusammen ist.
In der ersten Woche nach unserer Trennung kamen mir viele schöne Erlebnisse oder auch nur Situationen in den Sinn, die mir gefielen und an denen ich Freude mir ihm hatte.
Diese Woche relativieren sich die Gedanken und Gefühle. Sie zielen darauf ab, ob ich das ein oder andere Negative eher akzeptieren könnte, wenn wir mehr gemeinsam schöne Erlebnisse ansammeln würden. Ich zweifle etwas. Seine nicht so schöne Seite, wegen der ich mich eigentlich getrennt habe, wir dadurch nicht besser. Aber vielleicht sehe ich sie nicht mehr so negativ.
*schulterzucken*
Ich habe ein Stück meiner Welt wieder bekommen. Aber die große Erleichterung blieb aus. Vielleicht erfühle ich sie noch. Da wir uns kaum gestritten hatten und die gegenseitigen Probleme “weggeschwiegen” haben, gab es keine ernsthafte Konfrontation unserer Gefühls- und Gedankenwelt.
Bin gespannt, wie sich meine Gedanken und meine Gefühle weiterentwickeln. Die große Leere blieb bis jetzt aus. Es kamen nur Umstellung, Veränderung der Gewohnheiten, Erinnerungen, Vertrautheit und Verlustgefühle zum Vorschein.